Weihnachtsfeiern: Die ultimative Überlebensanleitung für Abstinenzler

Hohoho! Endlich ist es wieder soweit – die große Zeit der Weihnachtsfeiern bricht an. Wer freut sich nicht auf Glühwein und kalte Füße? Auf Zungenküsse, die süßlich nach Erbrochenen schmecken? Auf leergefutterte Plätzchenteller und Kippen im Schneeregen vor der Tür des Edel-Italieners? Weihnachtsfeier ohne Alkohol? Wer freut sich nicht auf anregend gelallte Konversation zu später Stunde und angekrampft steife Gespräche zu Beginn des Abends?

Das Schlimmste an den Weihnachtsfeiern: Alle, wirklich alle sind am Saufi-Saufi. Alle denken plötzlich sie müssten sich die Birne wegknallen und RocknRoller sein… selbst der arbeitsamste Streber-Tropf kippt sich den Glühwein rein, als ob es auch beim Saufen um die Performance ginge.

 

Wir wollen dieses Jahr nichts trinken bei der Weihnachtsfeier

Wenn man keine Lust auf Alkohol hat, aus welchen Gründen auch immer, dann sind Weihnachtsfeiern ein schlechter Ort.

Sie sind die rot-weiß-glitzerig dekorierte Vorhölle des Suffs.

Wiesn und Karneval sind schlimm. Weihnachtsfeiern sind schlimmer.

Das Ziel: Wir wollen dieses Jahr nichts trinken bei der Weihnachtsfeier!

Erstens haben wir noch von der Wiesn einen leichten Kater, der sich durch den kompletten November gezogen hat und außerdem finden wir Alkohol gerade gar nicht so spannend.

Wir können auch ohne Spaß Alkohol haben.

 

Abstinenz, allein das Wort schon diskriminierend

Aber können wir das wirklich? Spaß ohne Alkohol? Auf einer Weihnachtsfeier?

Wir stehen vor der Herausforderung, uns durch einen Dschungel aus festlichen Gläsern zu navigieren, während der Rest der Welt sich im Glühwein-Rausch verliert.

Abstinent zu sein bedeutet sich enthalten, sich fernhalten (lat. abstinere) – allein das Wort schon eine Diskriminierung:
Wenn man nix säuft dann ist man eine/r von diesen Menschen, die sich „fernhalten“ – streben wir nicht alle ins Zentrum? Keiner will in die Peripherie!

 

Wie du trinkst nichts? Bist du schwanger?

Es ist ein Graus. Dann muss man sich noch ständig diese Fragen gefallen lassen, wenn man kein übergroßes Aperol-Spritz Glas oder eine Tasse mit mystic heated wine mit sich trägt.

Als Frau über 20 wird man direkt verdächtigt schwanger zu sein, wenn man kein Bock auf Alk hat.

Als Mann nicht zu Saufen ist wie Fußball nicht zu mögen.

Ist möglich, aber alle anderen Männer können nix mit dir anfangen oder verachten dich.

Als genderqueere Person keinen Alkohol zu trinken ist wie … ach keine Ahnung, ich bin ein cis Mann, der keinen Alkohol trinken möchte. Intersektionalität.

Als Abstinenzler findet man sich außerdem in zweifelhafter Gesellschaft zu Menschen wie Kim Kardashian oder Adolf Hitler … das will ja auch keiner.

Dennoch: Weihnachtsfeier ohne Alkohol – here we go!

Weihnachtsfeier ohne Alkohol – unsere Tipps

Liebe Nicht-Trinker, hier kommt die ultimative Überlebensanleitung für die Weihnachtsfeier – ohne auch nur einen Tropfen Alkohol zu schlürfen!

Hier kommen die Alternativen für Deutschland!

  1. Kokain

Dieses Jahr ziehst du es durch ohne Alkohol!

Folge dem oberen Management unauffällig aufs Klo, um in den Genuss von ein paar Näschen zu kommen.

Das Problem: Nach ein paar Nasen Koka wirst du tierisch Lust auf Saufen bekommen, dich unverwundbar fühlen und drauflostrinken.

Außerdem wirst du unfassbar arrogant sein.

Dein Ziel eine Weihnachtsfeier ohne Alkohol zu überstehen, wirst du verfehlen.

Du konsumierst eine Droge, die dich zu einem eitlen Gockel respektive Chica macht.

Für nüchterne Menschen bist du noch unerträglicher als die Saufis. Du wirst der Star des Abends sein. In deinem Kopf. In Wahrheit wirst du alle nur nerven.

Ok, das war kein guter Tipp.

Beschaffungsfaktor: *** Drei von fünf Sternen (Mittleres und oberes Management)
Katerfaktor: ****** Sechs von fünf Sternen, weil du dazu trinken wirst.
Außerdem gibt es noch einen Stern Abzug wegen schlimmer Arroganz und Unausstehlichkeit.

 

  1. Cannabis

Trinke nicht sondern kiffe!

Zeig allen auf dieser letzten Weihnachtsfeier vor der Legalisierung was echte Kleinkriminalität ist und wie man ne Tulpe baut.

Du beweist first mover-Qualität, denn ab nächstes Jahr kifft eh jeder. Dieses Jahr kannst du dich noch mit deinen sticky eyes und deiner verlangsamten Kommunikation als etwas Besonderes fühlen.

Das Problem: Kiffen kann bewusstseinserweiternd wirken.

Vielleicht musst du wegen der Weihnachstdeko und der schlimmen Musik dann ganz schnell die Party verlassen und dich mit Chill-Sound unter der Jamaica-Flagge zuhause auf die Couch zurückziehen.

Dort wirst du eh direkt einpennen. Auch die sozialphobische Wirkung, die Cannabis haben kann, wird dir nicht zugutekommen.

Allerdings sind die Plätzchenteller für den Fress-Flash natürlich Bombe!

Beschaffungsfaktor: **** Vier von fünf Sternen (Praktikant oder jemand aus der IT)
Katerfaktor: * einer von fünf Sternen. Kein großer Kater, nur bisschen paranoid.
Es gibt einen Stern dazu, wenn du Andrea aus der HR das Jointdrehen beibringst.

  1. Ecstasy/MDMA

Eigentlich eine gute Wahl.

Du wirst nie wieder so hingebungsvoll zu Last Christmas tanzen.

Außerdem wirst du die innige Liebe zu deinen Teammitgliedern und deinen Chef*innen  zelebrieren, indem du sehr touchy bist und alle mit deinem deep talk einlullst.

Sätze wie „Ihr seid das beste Team, das ich je hatte! Lasst euch mal knuddeln!“ oder „Chefin, ich liiiiiiebe dich“ werden aus dir heraussprudeln.

Die Leute werden nichts bemerken, wenn sie betrunken sind, also starte nicht zu früh.

Das Problem: In deinem Liebesrausch wirst du eventuell die ein oder andere gut gewahrte Grenze einreißen.

Nach Herzrasen, Euphorie und Enthemmung folgen Müdigkeit, Erschöpfung und Konzentrationsprobleme. Eigentlich ähnlich wie beim aktuellen workload...

Beschaffungsfaktor: ** zwei von fünf Sternen (frag den DJ oder die Techno-Clique aus der Design-Abteilung)
Katerfaktor: **** Vier von fünf Sternen. Vor allem dann am Dienstag (suicidal tuesday), wenn alle anderen den Alk-Kater bereits verpackt haben, könntest du mies drauf sein.
Ein Stern dazu, wenn du irgendjemanden endlich deine Liebe gestehst und mit ihm oder ihr rumknutscht. Lass es Liebe sein!

  1. LSD/Pilze

Unser Tipp für risikobereite Freibeuter des Nachtlebens!

Wahrscheinlich wird die Weihnachstdekoration erst so richtig erfahrbar, wenn du mit einem Halluzinogen nachhilfst.

Psychedelika auf Weihnachstfeiern sind aber wirklich nur was für Mutige.

Du könntest dich in dekorativen Details verlieren oder mit dem Stoff-Rentier in der Ecke des Saals über den Sinn des Lebens sprechen.

Vielleicht kriechst du auch unter den Tisch, kommst nicht mehr raus und das alles kommt dir sehr stimmig vor.

Dein Verhalten könnte sogar deine sturztrunkenen Kolleg*innen verwirren.

Außerdem könnte das ganze Gewusel und die Lautstärke etwas zu viel Input für dein zart-geöffnetes Bewusstsein sein.

Beschaffungsfaktor: * einer von fünf Sternen. Vielleicht kennt die Techno-Clique aus der Design-Abteilung jemanden…
Katerfaktor: * Kater? Sterne? Universum? Schrödingers Katze? Ihr Kleingeister!
Du bekommst einen Extrapunkt für deine Experimentierfähigkeit. Außerdem macht deine Firma Millionen, weil du dem CEO ein abgefahrenes neues Business Model vorgeschlagen hast … leider weißt du nichts mehr davon, dass das alles deine Idee war.

  1. Nüchterne Awareness

Während die anderen in den späten Abendstunden nach einem Katermittel suchen, kannst du strahlend und wach auf der Tanzfläche shaken.

Auch wenn es für viele Leute ungewohnt sein mag:
Nüchtern feiern gehen ist mein Spezial-Georg-von-OHRBEIT-Tipp für dich. Du nimmst alles wahr wie es gerade ist - du bist voll da!

Erstens wirkt vor allem die Laune von den Leuten ansteckend und du kannst trotzdem unfassbar lustig draufkommen ohne Alkohol.

Zweitens merkst du wenn du müde bist oder dir das alles viel zu blöd ist und gehst dann heim.
Nüchterne Awareness ist der Schlüssel zu Entspanntheit und Spaß.

Tanzen geht auch besser nüchtern, das ist Fakt!

Angeregte Unterhaltungen mit dem feschen Typen aus der Nachbarabteilung? Besser ohne Alkohol.

Ab und an ist Katharsis ganz nett, aber einfach mal die ganze Atmosphäre ohne die gewohnte Betäubung zu erleben, ist eine gute Erfahrung.

Die Erlaubnis Spaß zu haben, gibst du dir selbst und nicht der Alkohol oder andere Substanzen.

Beschaffungsfaktor: Es kommz auf dich an – tu es einfach und überrasch dich.
Katerfaktor: Welcher Kater? Morgen gibt es Frühsport und danach Brunch mit Sekt 🙄 und Freunden.

Also, liebe Nicht-Trinker, lasst uns die Weihnachtsfeiern erobern und dabei den Alkohol hinter uns lassen.

Für alle ganz Mutigen haben wir den Tipp 5 am Start, ansonsten taste dich mit Tipp 1 bis 4 an die wahre nüchterne Awareness heran.

Wir wünschen viel Freude auf deiner Weihnachtsfeier ohne Alkohol!

Cheers – mit einem Gläschen selbst fermetierten Kombucha-Tee wünscht dir Georg von OHRBEIT.

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