Smartphone und Fokus am Arbeitsplatz

We all understand the joys of our always-wired world—the connections, the validations, the laughs … the info. … But we are only beginning to get our minds around the costs. Andrew Sullivan

Während du diese Zeilen liest, kannst du mal überprüfen wo sich dein Handy gerade befindet.

Erste Möglichkeit:
Du liest diese Zeilen am Handy, es befindet sich in deiner Hand.

Zweite Möglichkeit:
Es ist nah bei dir, zum Beispiel in der Hosentasche. Du versicherst dir die Anwesenheit deines treuen Begleiters mit einem kurzen Kontrollgriff.

Dritte Möglichkeit:
Es liegt direkt an deinem Arbeitsplatz neben dem Bildschirm, auf dem du gerade diesen Artikel liest.

Vierte Möglichkeit:
Du fängst jetzt an panisch dein Handy zu suchen…

...du siehst schon:

Es geht um Smartphone und Fokus

 

Unsere Smartphones sind allgegenwärtig und immer nah bei uns.
Für die meisten Menschen ist es das Erste, das sie morgens berühren.

Der Wecker wird abgestellt oder du siehst direkt nach der Uhrzeit.
Es ist das letzte Gerät, welches viele Menschen am Abend bedienen. Kurz noch was checken, Insta, WhatsApp, Wecker stellen, Podcast an…was auch immer.

Es ist so normal, dieses Gerät immer bei dir zu haben, dass du gar nicht mehr darüber nachdenkst.

Kennst du den Schreck, wenn du aus dem Haus gehst und merkst, dass du dein Smartphone vergessen hast?

Wie viele Menschen, denen du auf deinen Weg in die Arbeit begegnest, schauen auf ihr Handy?
Im Zugabteil ca. zwei Drittel vielleicht?
(Anm. von Alex: Er schätzt es sind 4/5)

Wir sind alle verdammt eng mit diesen Dingern verbunden.
So eng, dass es eigentlich unvorstellbar erscheint, dass es gerade mal 17 Jahre her ist, dass das erste Iphone auf den Markt kam.

Über dieses „new normal“ denken wir eigentlich selten nach. Wie gehen Smartphone und Fokus am Arbeitsplatz zusammen?

Wie verändert dein Smartphone deine Arbeitsweise?

 

Wie grundlegend die Revolution der mobilen Kommunikation und des mobilen Zugriffs aufs Internet unser Leben verändert wird in einigen Studien diskutiert.

Neben den vielen positiven Effekten hat das Smartphone allein durch seine blanke Anwesenheit bereits nachgewiesene Effekte auf den Menschen.

Du liest richtig:

Allein dadurch, dass dein Smartphone jetzt neben dir auf dem Tisch liegt verändert es die Art und Weise wie du arbeitest.

 

Hello Brain Drain!

 

Eine Studie aus dem Jahr 2017 hat sich genau dieses Phänomen angeschaut und die Ergebnisse sind alarmierend.

Brain Drain bedeutet Abfluss von Intelligenz und Verstand. Das Wort wird v.a. für Migrationsbewegungen benutzt.

Wenn viele gut (aus-)gebildete Menschen ein Land verlassen, wie es z.B. gerade in Russland passiert oder wie es in der Nazizeit in Deutschland passierte, dann spricht man vom „Brain Drain“.

Die Forschenden benutzen genau dieses Wort, um den Abfluss von Aufmerksamkeit zum Handy zu benennen.

Allein die Anwesenheit deines Smartphones auf deinem (Arbeits-)Tisch vermindert deine Konzentrationsfähigkeit und verursacht „Brain Drain“.

Die Ergebnisse von zwei Experimenten in dieser Studie zeigen, dass selbst dann, wenn es uns Menschen gelingt, unsere Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten - z.B. wenn wir der Versuchung widerstehen, auf das Telefon zu schauen - selbst dann verringert die alleinige Anwesenheit dieser Geräte unsere verfügbare kognitive Kapazität.

Diese kognitiven Kosten sind übrigens bei denjenigen am höchsten, die am stärksten von Smartphones abhängig sind. Bad news for junkies!

 

Weniger konzentriert und schneller erschöpft

 

Kurz gesagt: Deine Konzentrationsfähigkeit wird eingeschränkt, wenn dein Handy auf dem Tisch liegt. Dadurch, dass deine Gedanken immer wieder unbewusst Richtung Smartphone wandern, bist du kognitiv weniger leistungsfähig.

Das Resultat: Du konzentrierst dich schlechter und bist schneller erschöpft.

Getestet wurde dies übrigens, indem Menschen Aufgaben gestellt wurden:

Die erste Gruppe hatte ihre Smartphones entweder in der Hosentasche, bei der zweiten Gruppe lag das Handy auf dem Arbeitstisch und die dritte Gruppe musste ihr Gerät in einem anderen Raum lassen.

Was bedeuten diese Ergebnisse nun für deine Arbeit?

 

Eine Lösung zwischen hardcore digital detox und mir doch schnuppe

 

Naja, klappt ja auch so ganz gut, kannst du dir denken, den ganzen Käse schnell vergessen und erstmal zum Smartphone greifen.

Du kannst aber auch einfach mal deinen Smartphone Nutzen überprüfen.

Wenn schon die Anwesenheit eines Handys so große Effekte hat, wie in der Studie beschrieben, dann lohnt es sich vielleicht mal hier und da Abstand zu nehmen. Es muss ja nicht gleich digital detox sein, dafür sind wir eh alle viel zu süchtig.
(Anm. von Alex: Ach komm, ALLE nicht...)
(Anm. von Georg: Das ist satirische Überspitzung - ja ALLE!)

Besser mal ein, zwei kleine Schritte als gleich die große Selbstoptimierungs-Knute.

Probier einfach mal aus, dein Smartphone nicht im sichtbaren Aufmerksamkeitsfokus zu haben, wenn du konzentriert arbeiten möchtest.

 

Mehr Bewusstheit im Umgang mit Smartphone und Fokus

 

Dein Smartphone ist mehr als nur ein Telefon, eine Kamera oder eine Sammlung von Apps.

Es ist das Ding, das alles miteinander verbindet - der Knotenpunkt der vernetzten Welt.

Die Anwesenheit deines Smartphones ermöglicht den Zugang zu Informationen, Unterhaltung, soziale Kontakten und noch viel mehr.

Immer und auf Abruf. Diese Vorteile - und die Abhängigkeit, die sie hervorrufen – sind mit kognitiven Kosten verbunden. Smartphone und Fokus gehen nicht zwingend zusammen!

Ok, jetzt ist aber auch die Aufmerksamkeit weg und außerdem hat sich mein Smartphone während des Schreibens mindestens fünfmal gemeldet…
(Anm. von Alex: Du hattest den Smartphone neben dir liegen während du DIESENM Artikel geschrieben hast???!!!!111)
(Anm. von Georg: Ja logisch, es liegt wie bei ALLEN fast immer auf dem Tisch neben mir!)

Peace & Love for the digital world und ab und an bisschen Fokus wünscht das Team OHRBEIT.

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