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'Als Angestellter habe ich mich teilweise gebremst gefühlt'

💥 Von einem Konzern wie Daimler gekauft zu werden, ist der Traum vieler Gründer. Glück gehört dazu, sagt Unternehmer Michael Asshauer aus Hamburg.
Sein Start-up Familonet startete ab launch day durch – das war ausgerechnet der Tag der Bundestagswahl und sein Baby war auf vielen populären Nachrichtenkanälen so präsent, dass die App zum Selbstläufer wurde.

👉 Nach vorherigen Stationen als Angestellter, u.a. bei Sixt und Philips Deutschland, stieg er in die Welt der Unternehmer ein und gründete mehrere Start-ups. Das bereits erwähnte Familonet verschaffte ihm Zugang in die Welt der modernen Mobilität im Konzernumfeld, wieder als Angestellter. Dennoch, Michael ist und bleibt ein Unternehmer. Deshalb gründete er erneut. Diesmal war es die TALENTE Plattform inklusive Podcast, Hacksletter, E-Book und der angebundenen HR-Tech-Plattform ‚Talentmagnet‘ für Performance Recruiting.

🎤 In unserem Podcast geht es um seinen Weg vom Angestellten zum Gründer und von erneuter Festanstellung wieder zurück in die Selbstständigkeit.

Sein Werdegang wird aktuell sehr passend eingerahmt: Angefangen mit seiner ersten selbst herausgebrachten Zeitung auf dem Schulhof, hat er ganz aktuell seine Hacks auch als Buch im Haufe Verlag herausgebracht: 302 Hacks für Leader.

🎧 In dem Interview erfährst du, von wem er sich als Unternehmer inspirieren lässt, worauf es bei Start-ups ankommt und warum das Angestelltendasein, trotz aller Vorteile, ihn nie so ganz gepackt hat.

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00:00
Michael: (Der) Tag der Bundestagswahl war auch Tag unseres Launches. Und da haben wir es dann tatsächlich zum Tag des Launches unserer App geschafft, in den Mittags und Abendnachrichten bei RTL vorzukommen. Also bei RTL Punkt 12 und dann nochmal beii den den RTL Nachrichten abends - und sogar noch stündlich in den N-TV Nachrichten.
00:19
Michael: Und - jetzt halt dich fest - am Tag der Bundestagswahl auf der Startseite bei Bild.de. Und damit gingen unsere Server auch ungefähr nach einer halben Stunde in die Knie.
00:42
Alex: Ja Hallo! Es ist wieder Kaffeesatz bei OHRBEIT und es ist ein Podcast, den wir schon vor einiger Zeit aufgenommen haben, zusammen mit Michael Assauer. Und sorry Michael, dass es so lange gedauert hat, aber wir hatten einfach so viel um die Ohren. Unter anderem unser Startnext Projekt. Deine Stimme für Vielfalt im buntesten Podcast der Welt. Schaut doch mal rein [Startnext.com/bunterpodcast]. Dann könnt ihr selber in einem großen Community Podcast, der viel besser als digitale Demo zu verstehen ist, eine Demo für die Ewigkeit, ein Zeichen für Vielfalt und gegen Diskriminierung (setzen). Und mit diesen Geldern, die wir da einsammeln, können wir a) eine App bauen, die für gerechtere Bewerbungsverfahren, für Chancengleichheit sorgt, unter anderem durch die automatische Anonymisierung von Bewerbungsunterlagen. Und b) - wir geben auch einen großen Teil weiter an Organisationen, die sich gegen Diskriminierung stemmen und zwar jeden Tag. Jetzt aber zu unserer heutigen Folge. Michael Asshauer ist Unternehmer und war Mitgründer der Startups Familonet, onbyrd und Closely. Die wurden dann 2017 von Daimler übernommen. Und nicht nur diese Apps, diese Startups wurden übernommen - er selber auch. Und er hatte dann so schöne Titel wie Director of Product und Head of Product Design bei der Daimler und BMW Tochter REACH NOW.
02:03
Alex: Und jetzt hat er sich seit einiger Zeit dann doch wieder für die Selbstständigkeit entschieden und die Talente Plattform Talente.co gegründet. Und ja, dort geht es ihm darum, dass besonders kleine und mittlere Unternehmen die richtigen und besten Talente für sich gewinnen und vor allem sie auch wirklich binden können.
02:26
Alex: Ja, und in unserem Gespräch geht es natürlich um seinen Werdegang. Was ihn dazu bewogen hat, selbstständig zu werden oder es wieder zu werden. Und grundsätzlich ist für mich natürlich die Frage - aufgrund seines durchaus bewegten Lebenslauf, wenn man die verschiedenen Stationen so anguckt - ob es denn eben so viele Stationen und Versuche benötigt, dass man überhaupt selbstständig wird.
02:50
Michael: Ja, gute Frage. Ich glaube, was man auf jeden Fall aus solchen verschiedenen Situationen mitnimmt, ist glaube ich ein ganz gutes... Ganz gutes Gefühl für verschiedene Arten von Menschen und Denkweisen. Wenn man sich das mal kurz irgendwie anguckt: Ich habe irgendwie tatsächlich mit 14 ungefähr... 14 / 15 so hab ich in dem Dorf, wo ich damals gewohnt hab, meine erste Zeitung auf den Markt gebracht. Das war einfach so ein Monats Blättchen für das Dorf. Und das haben tatsächlich Menschen gekauft und das war natürlich... wie man es halt so als 14 / 15 jähriger machen kann. Aber das war schon, würde ich sagen, redaktionell gar nicht so schlecht aufgezogen. Wir waren dann auch ein Team aus drei, vier Leuten. Ja, und das haben wirklich dann jeden Monat die Leute gekauft, dieses Magazin und fanden das auch immer spannend. Und das war dann so der Mix. Das war das erste Mal glaube ich, dass dieses Publishing, diese redaktionelle Arbeit mit so ein bisschen Unternehmertum gemixt war. Und so hat sich das immer so ein bisschen durchgezogen bei mir. Dann hatte ich nachher eine Band, wo ich dann auch einerseits kreativ war - durch die Musik - andererseits aber auch die Band gemanagt hab und Auftritte organisiert hab und Festivals gebucht hab und so weiter und so fort. Dann kam später irgendwie das Tech-Startup. Dann (kam) jetzt eben das Talente Thema - auch wieder mit einem Online-Magazin und Podcast und diesem Mix aus unternehmerisch und kreativ. Ich glaube, das ist tatsächlich etwas, was sich da irgendwie durchzieht. Und wenn man dann so viele verschiedene Stationen macht, bildet man wahrscheinlich aber auch in beide Richtungen ein gewisses Verständnis und gewisse Denkweisen aus. Ich glaube, das ist dann irgendwie ein ganz guter Mix.
04:34
Alex: Ich meine, wer macht das schon... Mit 14 eine (eigene) Zeitung. Ich meine, da gibt's wenige. Also das ist ja dann schon ein klares Zeichen "Hey, ich will etwas Eigenes auf die Beine stellen und ich werde nicht den Weg gehen, den ihr alle geht", oder?
04:45
Michael: Wahrscheinlich schon. Ja gut. Wobei mir das natürlich (...). Ich hab das nie so für mich so gesagt oder so definiert. Aber ich glaube jetzt so in der Retrospektive betrachtet, ist das dann schon so ein Pattern, was sich da durchzieht.
05:00
Alex: Was wolltest du denn einmal werden? Wollte du dann Journalist werden oder war das irgendwie Zufall? Oder gab es da noch andere Sachen? Oder wolltest du Fußballstar werden, (oder ein) berühmter Rockstar?
05:08
Michael: Mein Vater hat mich recht früh so ein bisschen mit dem Bahn Thema angefixt. Mein Vater war damals, als die letzten Dampfloks durch die Gegend fuhren, einer von denen, die dann so auf den letzten Strecken noch immer die ganzen Fotos gemacht haben - und auch schon die ersten Filme so in den 70ern.
05:28
Michael: Und dementsprechend hab ich dann mit ihm immer relativ viele so kleine Bahn Touren gemacht, (zu Orten) wo noch besondere alten Züge planmäßig rum fuhren. Ich erinnere mich z.B. daran, wo noch der letzte Schienenbus irgendwo in den 90ern auf einer kleinen Strecke - ich glaube, es war sogar irgendwo in Bayern - fuhr. Und dann haben wir uns da immer kleine Wochenend- oder so Wochen Touren gemacht und haben uns dort die besonderen Züge angeguckt. (Wir) hatten dann auch eine Modellbahn zuhause aufgebaut.
05:58
Michael: Dementsprechend, das ganze Bahn Thema hat mich als Kind immer ziemlich fasziniert. Sowas wie Lokführer oder so - der Klassiker. Natürlich fand ich das auch mal cool! Und ansonsten kann ich mich aber auch noch dran erinnern, dass zu dieser Zeit, wo ich da dieses Dorf Blättchen gemacht habe (...) dass ich mir da auch schon so ein bisschen dachte: "Ah, da vielleicht so in die Richtung nochmal was größeres machen, wirklich so irgendwann mal eine eigene riesengroße Zeitung zu haben oder sowas". Das hat sich da auch schon irgendwie spannend angefühlt. Das fällt mir jetzt gerade ein, wo du mir diese Frage stellst. Dementsprechend, ich kann jetzt nicht sagen, der eine Job wäre jetzt der, den ich als Kind immer machen wollte. Aber jetzt wäre ich mal so drüber nachdenke, da erinnere ich mich auf jeden Fall noch an diese Vision, die ich da mal als Kind von einer eigenen großen Zeitung hatte.
06:49
Alex: Du warst aber trotzdem auch mal Angestellter in deiner Zeit unter anderem bei Autovermietungen, bei einem Elektronik Hersteller. Was hast du denn aus der Zeit (für Erfahrungen) mitgenommen, die dir vielleicht jetzt helfen? Oder die dich andersherum auch nochmal bestärkt haben? (Im Sinne von:) "Ich bin einfach der Selbstständige und ich bin kein Angestellter".
07:07
Michael: Es gab eigentlich drei verschiedene Konzerne, in denen ich mitgearbeitet oder mal gearbeitet habe. Das erste war SIXT. Dann kam Philips und zuletzt eben Daimler bzw. dann am Ende auch das Daimler BMW Joint Venture der NOW Gruppe bzw. REACH NOW. Konzernuhren ticken halt ein bisschen anders. Das finden viele Leute gut und für viele Leute ist gerade das auch etwas, was natürlich in gewisser Weise große Sicherheit und große Berechenbarkeit bietet. Tendentiell natürlich auch Jobs, wo man jetzt nicht 12 Stunden am Tag arbeitet, sondern tendenziell dann doch eher nur die 8. Wo man vielleicht auch mal ne Stunde oder zwei ganz cool mit den Kollegen am Kaffeeautomat verbringen kann und sich über Gott und die Welt unterhalten kann, natürlich gleichzeitig auch nicht schlecht verdient, nicht wirklich gekündigt werden kann. Andererseits ist es halt auch etwas, wo ich meinen inneren Antrieb nie ganz so richtig ausleben konnte. Wo ich dann halt schon gemerkt hab: "Hm, man". So sehr ich mich irgendwie auch mit den Produkten natürlich identifiziert habe - ich fand z.B. damals total cool, bei Philips zu arbeiten. Ich fand das auch irgendwie cool, die Technik Produkte (...) und ich fand es irgendwie cool, dass so ein holländisches Unternehmen auf dem Elektronik Weltmarkt als wahrscheinlich einziges europäisches Unternehmen noch mitspielen kann. Gleichzeitig merkt man dann natürlich auch immer Dinge, die man vielleicht selbst anders machen würde und sich denken würde: "Hm würde man das mal so machen, dann wäre es wahrscheinlich sogar noch besser für alle Beteiligten." Und da hab ich dann, glaub ich, schon ein bisschen gemerkt, dass ich mich teilweise dann auch gebremst gefühlt habe - in meinem eigenen Ausleben, meiner eigenen Kreativität, meinen eigenen Ideen und so. Nach Phillips bin ich dann nochmal in einem anderen Startup gelandet - etventure, die mittlerweile zu EY gehören. Und da kam ich zum ersten Mal so mit dem Startup Spirit in Kontakt. Da war dann der eine Gründer, Philipp, der gerade aus dem Silicon Valley aus der Stanford zurückkam. Und er hat dann auch in Deutschland, als einer der ersten, so das ganze Thema mit mit Design Thinking und so weiter und so fort eingeführt. Und da hab ich dann schon direkt den riesigen Unterschied gemerkt, wie es halt als Mitarbeiter ist, in so einem Startup im Vergleich zum Konzern vorher. Du gehst als Mitarbeiter dahin und fühlst jeden Tag dein 'Warum' und dein 'Purpose' und weißt genau okay: "Selbst ich als kleines Rädchen, kann hier richtig groß was drehen und meine Kreativität ausleben und so". Ja, und dann kam danach ja auch schon bald unsere eigene Gründung unseres eigenen Tech-Unternehmen. Und ja, so hat alles seine Vor und Nachteile.
09:58
Alex: Genau, dieser nächste Schritt, das ist dann wahrscheinlich 'Familonet', quasi eine Ortungs-App für Familie und Freunde, soweit ich das weiß. Das war ja dann auch so erfolgreich, dass es eben von Daimler übernommen wurde. Sehe ich das richtig, dass du dann in dem Joint Venture Daimler BMW übernommen wurdest, wieder als Angestellter zurück in diese Rolle?
10:20
Michael: Genau. Also wir haben dann 2011/12 rum genau dieses Startup 'Familonet' gegründet, damals sozusagen initial mit einem BTC Produkt, nämlich der 'Familonet' APP, wo es darum geht, untereinander seinen Standort auf dem Handy zu teilen. Das war damals noch etwas ganz Neues. Also heute ist das irgendwie normal, dass man mal schnell seinen Standort bei WhatsApp sendet. Das war damals noch was komplett Neues. Und dann war eben die Zielgruppe: Familien. Als Mutter kann ich meiner Tochter mal kurz den Standort teilen, ich kann mein Zuhause und meinen Arbeitsplatz dort als Ort hinterlegen. Werde automatisch ein und ausgecheckt, wenn ich das möchte, sodass die anderen dann, wenn ich das möchte, sehen können, dass ich angekommen bin oder gegangen bin. Und es hat halt so den Familienalltag einfach sehr, sehr, sehr stark erleichtert. Das war aber damals noch neu in Europa. Sowas gab's hier noch nicht. Es gab in Amerika einen ersten großen Player in die Richtung und wir haben dann das Produkt in Deutschland, in Europa zum ersten Mal gelauncht. Dann auch recht groß gemacht, also insgesamt dann auf 2 - 2,5 Millionen User auf der ganzen Welt. Auch dann viele User, nicht nur in Europa, sondern auch in Indien, in den USA, in Brasilien, Türkei et cetera gehabt. Und dann kamen auch noch b2b Modelle dazu. Wir haben dann nicht nur dieses b2c Modell - die App - gemacht, sondern, wir haben sehr viel Forschung und Entwicklung gemacht im Tech-Bereich und vor allen Dingen diese ganze Technologie, die daraus entstanden ist, die haben wir dann auch als b2b Produkte angeboten. Und ja, so wurde dann irgendwann auch Daimler auf uns aufmerksam, sozusagen die Daimler Tochter 'Moovel', die sich sehr stark um den ganzen New Mobility Bereich kümmert. Von denen wurden wir dann übernommen. Da war ich dann für zweieinhalb Jahre im Produktmanagement und haben dann weiter Mobilitätsprodukte, digitale Mobilitätsprodukte gebaut, was dann über ging in Daimler BMW Joint Venture Reach Now.
12:15
Alex: Wie kriegt man so eine kleine App, die eigentlich noch zu früh ist? Fast. 2012 ist ja in den heutigen Zeiten ewig her. Wenn man jetzt so Technologie anschaut, das war ja dann für dich ja doch eigentlich auch relativ neu. Oder dieses ganze Business. Und dann finde ich es schon erstaunlich, wie man dann in der Kürze der Zeit so einen Aufschwung erlebt. Wie habt ihr das gemacht?
12:33
Michael: Ich glaube auch wir waren tatsächlich ein bisschen früh. Ich glaube, wenn man dieses Produkt heute nochmal auf den Markt schmeißen würde, dann würde ich es viel schlanker / leaner r machen, als wir es damals gebaut haben und dafür natürlich auch viel größerem Druck in den Markt bringen. Mit dem ganzen Wissen, welches ich jetzt habe. Aber wir hatten eigentlich auch ein bisschen Glück, dass das eben ein ganz neues Thema war. Denn das hat uns sehr viel PR beschert. Wir hatten eigentlich in jedem großen und kleinen Medium, was man sich so vorstellen kann Promo. Deutschsprachige Medien, aber auch viele amerikanische und englische Medien - sei es TechCrunch. In Deutschland hat jede Zeitung und jeder Fernsehsender irgendwie, irgendwann mal über uns berichtet. Ich erinnere mich z.B. noch am Tag des Launches: September 2012 - Tag der Bundestagswahl, das war auch Tag unseres Launches. Und da haben wir es dann tatsächlich zum Tag des Launches unserer App geschafft, in den Mittags- und Abendnachrichten bei RTL vorzukommen, also bei RTL Punkt 12 und dann nochmal abends bei den RTL Nachrichten und sogar noch stündlich in den TV-Nachrichten. Und jetzt halt dich fest: Am Tag der Bundestagswahl auf der Startseite bei Bild.de. Damit waren unsere Server auch ungefähr nach einer halben Stunde in die Knie (gegangen) und eine halbe Stunde nach unserem Launch war unser Launch dann auch schon wieder zu Ende [lacht].
14:09
:
Michael: Aber wir hatten danach dann immerhin ein paar 10 000 User auf der Plattform. PR ist immer ein wichtiger Punkt für uns gewesen, genauso wie auch Partnerschaften. Wir waren irgendwann auch Partner von Apple und Google, die uns auch sehr supported haben. Eben weil wir auch sehr fancy Technology gebaut haben, teilweise, die deutlich besser sogar war als die nativen Technologien von Google und Apple...Darüber haben wir auch nochmal großen Reach bekommen, dann hatten wir die Telekom, Bosch und die europäische Raumfahrt Organisation als großen Partner. Also wir sind viel über PR und über Partner gewachsen, so kann man das glaube ich grob zusammenfassen.
14:44
Alex: Nachdem du ja dann aus dem Joint Venture ausgestiegen bist, warst du ja auch schon mit deinem nächsten Projekt am Start: dem Talente Projekt, wo du jetzt auch Podcast-Host bist aber eben auch in der Personalbeschaffung tätig bist. Wie kam es denn dazu?
15:00
Michael: Also das ganze Talent- und Mitarbeiter Thema, das ist etwas - das wirst du bestätigen können - was dich als als Unternehmer, Gründer oder Geschäftsführer natürlich permanent umtreibt und beschäftigt. Also ich glaube einer der Google-Gründer hat mal gesagt, dass er 80 Prozent seiner Arbeitszeit mit People Themen verbringt. Ob mann das jetzt Recruiting nennt oder nicht oder ob mann dass Personal Themen nennt oder nicht, ob das einem bewusst ist oder nicht: Man macht es halt als Gründer und Geschäftsführer eigentlich permanent. Das heißt, auch damals, als wir unser Start-Up aufgebaut haben, war ja das Wichtigste für uns einfach die guten Leute, die besten Talente für uns zu begeistern und sie für uns zu gewinnen. Und sie eben, wenn wir sie dann mal gewonnen haben, sie dann natürlich auch geil zu führen und mit ihnen richtig großartige Dinge zu erschaffen und sie dann natürlich auch lange bei uns zu binden und nicht direkt wieder z.B. an das nächstbeste Angebot von irgendwem anders zu verlieren. Als Start up hast du natürlich finanziell oder Thema Sicherheit manchmal nicht so viel zu bieten wie andere Player. Du hast nicht so viel zu bieten wie große Unternehmen oder andere große Tech-Unternehmen und dementsprechend musst du natürlich kreativ werden. Über diese acht, neun Jahre hinweg habe ich mir einfach durch viele, viele Gespräche und Austausch mit anderen Gründern Unternehmern davon gehört. Sei es im Silicon Valley oder in anderen Tech Hochburgen wie Tel Aviv oder in London oder sonst wo. Also ich weiß noch einmal in New York mit dem Gründer von Foursquare relativ stark über dieses Thema gesprochen und auch ein paar coole hacks mitgenommen. Da hab ich mir einfach selbst sehr viele kleine, einfache, aber sehr effektive und wirksame Ideen, Strategien und Tricks, Inspirationen angeeignet und gelernt. Das sind jetzt bei mir auf der Talente Plattform die Hacks, von denen ich spreche. Irgendwann hab ich einfach angefangen, die alle mal aufzuschreiben. Ich ich wollte ein E-Book machen, wo alle meine Hacks drinstehen zum Finden, Führen und Binden der besten Mitarbeiter. Die Hacks, die ich so über die letzte Dekade gelernt habe, damit sie mir nicht verloren gehen. Das wurde dann irgendwann so viel, dass ich nicht mehr hinterher kam mit dem Schreiben von diesem E-Book. Und dann hat mir ein anderer befreundeter Unternehmer - Waldemar, der Gründer von Tastillery - gesagt: Warum holst du dir nicht einfach ein Mikrofon, quatscht das da rein und nimmst deine ganzen Hacks auf und lässt sie dann transkribieren für dein E-Book?
17:41
Michael: Da dachte ich dann: Eigentlich eine ganz gute Idee! Und dann meinte er noch: Und gleichzeitig kannst du die dann auch noch immer als Podcast raushauen...[lacht ]Und da dachte ich: Ja, noch eine bessere Idee! Das hab ich dann so gemacht und so ging mein Podcast los - Ende 2018 - ich habe einfach Folgen mit den Hacks rausgehauen und dann hab ich langsam aber sicher gesehen, wie immer mehr Hörer drauf kamen, wie da immer mehr Traction draufkommen, wie das scheinbar auch andere Führungskräfte, Unternehmer, Gründer, Personalentscheider, Manager, etc. interessiert dieses ganze Thema.
18:14
Michael: Dann kam irgendwann das Online-Magazin dazu, auf Talente.co dann kam der weekly hacks letter, den ich rausschicke, wo auch immer drei Hacks pro Woche drin stehen dazu. Mein E-Book wurde dann tatsächlich auch noch irgendwann fertig mit den 222 Hacks. Und so kam dann das eine zum anderen. Und dann irgendwann kam das Produkt "Talentmagnet", was dann sozusagen nur eine logische Konsequenz aus der ganzen Geschichte war.
18:37
Alex: Was ist so ein Hack den du jetzt mal so zum besten geben kannst?
18:41
Michael: Also wenn man jetzt mal z.B. bei diesem bei diesem Ding waren, was der was der Gründer von Foursquare mir in New York erzählt hat...der meinte: Ey Michael, wenn du einen einen potentiellen Kandidaten ein Bewerber im ersten Kennenlernengespräch in dein Office eingeladen hast. Die besten Leute sind ja nicht arbeitslos. Das heißt, die besten Leute sind nicht die, die morgen einen neuen Job brauchen. Du musst ihn ja irgendwie überzeugen. Das Wichtige ist nicht nur, dass dass du die Person selbst überzeugst (für dein Unternehmen, für dein Team, für dein Produkt, für deine Vision, für deine Mission et cetera), sondern es ist sogar noch viel wichtiger, dass du seine Familie und seine Freunde von dir überzeugst. Die sind am Ende nämlich die Influencer, die ihm dann sagen: Ach, du bist doch eigentlich zufrieden in deinem Job. Willst du jetzt wirklich den Arbeitgeber wechseln? Du weißt ja gar nicht so genau, was dich da erwartet... Hast du dir das auch genau angeguckt? Und so weiter und so fort... Deshalb ist es sozusagen eine der größten Aufgaben für dich als Unternehmer auch die Familie und die Freunde der Kandidaten zu überzeugen. Klingt ja erst einmal logisch. Aber wie mach ich das denn? Die kenne ich ja gar nicht und dann sagte er mir dann folgenden Hack: Du nimmst ein kleines Video auf - das ist ganz lustig, das geht vielleicht ein bisschen in eure Podcast Richtung hier in die Ohrbeit Richtung - du nimmst also ein kleines Video auf, das muss gar nicht high class produziert sein. Es kann super easy auch erst mal mit dem Handy aufgenommen sein. Aber es muss natürlich attraktiv sein. Ein Video, wo du ein bisschen sprichst und wo du Partiemitglieder zu Wort kommen lässt. Wo du das Produkt ein bisschen vorstellst und die Firma ein bisschen vorstellst ...einfach ein schönes Video über deine Firma. Das kannst du dann auch bei YouTube hochladen oder sonst wo. Dann sagst du dem Kandidaten, wenn ihr euch wieder verabschiedet: "Hey, guck mal, wenn du dann später mit deiner Familie oder mit deinen Freunden über uns sprichst, dann nimm doch einfach hier den Link und zeig ihnen doch einfach hier das zweiminütige Video. Dann wissen sie nämlich auch direkt, worum es geht. Und so hast du dann einen direkten Einfluss darauf, wie dein Unternehmen, Familie und Freunden von einem potenziellen Kandidaten vorgestellt und gepitcht werden - das fand ich ein cooles Hack!
21:22
Alex: Ja, finde ich auch. Das geht sogar sehr stark in die Richtung, was wir ja auch machen. Eben mit dieser Vorstellung ...ist halt Audio, aber das ist schon eine sehr gute Idee.
21:31
Michael: Tatsächlich und ich hab das dann auch öfters angewendet und das hat echt immer wunderbar funktioniert. Also genau solche Hacks: Das sind so kleine, ganz einfache Ideen, auf die man aber erstmal kommen muss und von denen hab ich da irgendwie 222 gesammelt.
21:46
Alex: Machst du das alles alleine das Talente Thema? Oder hast du noch jemanden dazu?
21:50
Michael: Talente Thema mach ich alleine. Also das Online-Magazin, den Podcast, den Hacks Letter, das E-Book und jetzt das Buch. Das mache ich alleine. Beim Talent Magnet, das ist ja sozusagen das Produkt was darauf aufsetzt, da hab ich noch den Nico mit dabei. Nico kommt ursprünglich aus dem E-Commerce und Online-Handel und deshalb ist der dann auch beim Talent Magnet zuständig für die ganzen fancy Algorithmen und die ganzen Technologien, die da mit reinspielen.
22:20
Alex: Das heißt damit generiert ihr dann die Bewerber für Unternehmen, wenn die euch buchen, sozusagen mit euren Algorithmen? Oder ist das eher eine Kombination aus allem? Also so: Wir haben den Talent Magnet, aber wir generieren auch aus dem Online-Magazin auch möglicherweise Bewerber oder aus den Hacks. Oder ist diese Plattform eher für Personaler gedacht?
22:43
Michael: Genau. Also die Content Plattform - Talente Content Plattform - Podcast, Magazin, Hacks Letter etc...das ist halt Educational Content für Führungskräfte, Unternehmer, Gründer, HR-Entscheider, Personal-Entscheider, Manager etc.. Und wenn jetzt einer von denen beispielsweise sagt: Der Michael, das klingt ja irgendwie ganz, ganz spannend, was er da so erzählt. Wir haben hier eine Stelle offen, die schon länger offen ist, die kompliziert zu besetzen ist und an der sich vielleicht auch schon ein paar Headhunter versucht haben. Die auch schon über die großen Portale (Stepstone) lief, aber wo halt nicht wirklich gute Kandidaten (zurückkamen).
23:35
:
Michael: Dann ist eben Zeit für den Talent Magnet und da ist die Garantie die ich gebe: 14 Tage - drei Top Bewerber auf dem Silbertablett! Das ist wirklich die Garantie und wenn ich das nicht schaffen sollte innerhalb von 14 Tagen mindestens drei Top Bewerber für diese Stelle, die voll den Ansprüchen entsprechen auf dem Silbertablett zu liefern, dann geht 100 Prozent das Geld zurück. Das passiert dann, genau wie du schon sagst, über sehr smarte, selbstlernende Algorithmen, die im ersten Schritt mit Performance Marketing arbeiten und ein sehr zielgenaues und lernendes Targeting nutzen, was ursprünglich aus dem Online-Handel/E-Commerce kommt, was wir jetzt sozusagen erstmalig aufs Recruiting anwenden. Danach kommen die Leute dann in so ein Vor-Qualifizierungs-Quiz, wo die sich innerhalb von zwei bis drei Minuten nochmal weiter vorqualifizieren. Das läuft so leicht Gamification-mäßig auf dem Handy. Das dauert echt nur ganz kurz und macht den Leuten nochmal super Spaß. Die Bewerber freuen sich immer total, wenn sie das gemacht haben! Im dritten Schritt validieren wir das alles nochmal durch ein ganz kurzes Telefonat mit den Bewerbern zehn Minuten bis Viertelstunde, um nochmal alles abzuklopfen. Danach wissen wir, welche die Top-Leute sind, die wir dann den Unternehmen vorstellen.
24:51
Alex: Hört sich alles recht clever an und irgendwie auch passend zu dem ganzen Werdegang! Immer eine gute Idee, alles läuft so blendend hat man das Gefühl und wirklich sehr erfolgreich. Aber es muss doch auch Zeiten gegeben haben oder auch Themen, wo du mal gelitten hast...was hast du denn da an Negativ-Stories für unsere Hörer?
25:14
Michael: Naja, wenn wir jetzt mal beim Business bleiben: Da gab's vor allen Dingen in unserer Startup- Zeit schon auch echt so ein paar richtige fuck ups. Zweimal ist eine Finanzierungsrunde bzw. eine Übernahme ungefähr einen Tag vor Notartermin geplatzt. Also einmal, wären wir dann übernommen worden von einem großen Tech-Unternehmen aus dem Silicon Valley, da war auch schon alles klar und verhandelt. Im Prinzip alle Verträge waren klar. Die hatten sogar schon uns Arbeitsvisa für die USA, für San Francisco, besorgt, uns eine Wohnung besorgt, Arbeitsvisa für unsere Freundinnen besorgt und alles Mögliche. Und dann ein Tag vor Notartermin ist das Ganze dann geplatzt, ich weiß ehrlich gesagt gar nicht genau warum. Beim zweiten Mal war es ein großes großes deutsches Medienunternehmen, die uns übernommen hätten und da war eigentlich eine sehr ähnliche Story. Auch alles fertig. Einen Tag vor Notartermin. Und da war der Grund, dass es eine einen Angriff auf die auf die Aktie von dem von einem Unternehmen gab und dementsprechend der Aufsichtsrat alle M&A Aktivitäten gestoppt hat. Und das hat dann für uns zur Folge gehabt und das war das aller, aller Schlimmste an der Sache, dass wir einen großen Teil unseres Teams dann von einen auf den anderen Tag entlassen mussten. Und das war natürlich eine super harte Sache und da mussten wir uns [durch]. Wir ir hatten alles auf diese diese Übernahme schon eingeleitet. Wir haben Leute eingestellt. Wir haben eine riesen Kampagne geplant. Alles darauf hin geplant und so weiter und so fort. Und dann mussten wir, statt das eben zu starten, wir auf einen Schlag super viele Menschen entlassen. Das war schon sehr hart und da war unsere Firma im Prinzip kaputt. Dann war halt im Prinzip Feierabend und wir mussten uns neu erfinden. Und da kamen dann eben auch die die b2b Geschäftsmodelle, von denen ich vorhin erzählt habe. Die sind dann auch daraus entstanden, dass wir angefangen haben, die Technologie zu vermarkten, die Algorithmen zu vermarkten. Eine Agentur haben wir dann sogar auch noch dazu aufgebaut. Ja, so das war auf jeden Fall eine sehr, sehr, sehr harte und emotionale Nummer und ein krasser Rückschlag für meine beiden Mitgründer und mich dann damals.
27:36
Alex: Wie schafft man es dann nicht so in Selbstzweifel zu versinken und sich wieder aufzubauen?
27:44
Michael: Nun ja. Ich will nicht sagen, dass wir da nicht in Selbstzweifel versunken sind, versunken vielleicht nicht, aber natürlich schon ein wenig eingesunken. Ja, und und gleichzeitig: Wir hatten ja auch gar keine andere Wahl. Also klar, wir haben natürlich überlegt. Ich erinnere mich noch, meine beiden Mitgründer und ich saßen so einen ganzen Tag dann auch zusammen, haben uns in einem Café in eine Ecke gesetzt und haben gesagt: Okay, gut, jetzt haben wir irgendwie Großteil unserer Leute rausgeschmissen. Wir kriegen jetzt so schnell keine neue Kohle, keinen neuen Investor oder sonst irgendwas. Im Prinzip das Business, wie wir das jetzt haben, ist tot. So was machen wir jetzt? Melden wir den Laden ab und machen ihnen wirklich dicht? Was dann natürlich auch damit einhergegangen wäre, all unseren Investoren zu sagen, dass ihre Kohle halt endgültig weg ist. Ja, oder versuchen wir halt was Neues. Und dann haben wir uns da praktisch am Reißbrett mehr oder weniger überlegt: Okay, wie können wir jetzt aus dem, was wir haben, sowohl was die, was die technischen Assets angeht, als natürlich auch was unsere Leute angeht, die wir da noch hatten, die paar, die noch übrig waren, was aufbauen, was sich sozusagen im ähnlichen Kontext bewegt, was aber ab Tag 1 monetarisiert, wo wir vielleicht auch schon gemerkt haben, dass es da eine gewisse Nachfrage gibt. Ja, und dann haben wir eben nach Überlegung den Plan aufgestellt, haben unseren Investoren gesagt, wir brauchen nochmal neue Kohle von euch und haben einen Plan hingelegt, wie wie wir innerhalb von 6 Monaten profitabel damit werden wollten. Und dann haben wir tatsächlich, haben uns so den Arsch aufgerissen und auch Dank vor allen Dingen, vor allen allen Dingen auch unserem Team und all unseren Leuten, die bei uns geblieben sind, [geschafft]. Das muss man wirklich nochmal sagen. Also so wie so massiv, wie unsere Leute uns dabei unterstützt haben, uns Gründer. Das ist wirklich unglaublich. Eine Mitarbeiterin, sogar, die wir entlassen mussten, die hat gesagt: Hey Leute, ich bleibe trotzdem hier. Ich arbeite einfach for free. Und dann hat sie original dann ich glaub drei Monate oder so kostenlos für uns gearbeitet. Und wir haben null irgendwie so was von ihr verlangt oder so. Wir haben auch gesagt: Hey, das kann doch nicht dein Ernst sein, sowas kannst du nicht machen. Aber sie war nicht davon abzubringen und dann hat sie glaub ich drei Monate ungefähr kostenlos bei uns gearbeitet. Und ja, und dann haben wir uns da aus dem Dreck alle gemeinsam rausgezogen und nach drei Monaten, unseren Investoren hatten wir erzählt sechs, waren wir profitabel.
30:26
Alex: Habt ihr Kollegin dann wieder eingestellt?
30:28
Michael: Ja, ja klar, die war dann wieder eingestellt und die es dann auch dann auch mit zu Daimler gewechselt.
30:33
Alex: Ist ja auch so, das es relativ viel Inspiration braucht,also gerade auch etwas Neues aufzubauen, auch was du jetzt machst, wo holst du dir dein Wissen, deine Inspirationen, um quasi dein eigenes Business weiterzuentwickeln?
30:46
Michael: Ja, ich muss schon sagen, dass ich mich da durchaus auch sehr stark inspirieren lasse von anderen Unternehmern, Gründern, natürlich auch viel aus dem amerikanischen Raum oder von irgendwelchen anderen Tech Gründern. Ich weiß, es gibt ja auch in Europa großartige Tech Gründer oder sei es z.B. auch in Israel oder so. In Australien gibt's ja auch überall großartige Tech Gründer oder letztens, letzte Woche erst zum Beispiel, [habe ich] das Interview gesehen mit dem Gründer von Shopify, der ja auch ein Deutscher ist, habe leider den Namen wieder vergessen [Anmerkung d. Redaktion: Tobias Lütke], auf jeden Fall Shopify Gründer, Deutscher, ist vor 10 Jahren oder so aus Deutschland nach Kanada ausgewandert und baut da jetzt eine der krassesten Produkte im E-Commerce Bereich, die es eigentlich so gibt. Wenn es einer mit Amazon aufnehmen kann, dann wahrscheinlich er. Und in Deutschland ist der Kollege ja eigentlich ziemlich unter dem Radar. Und dabei ist er einer der größten Tech Gründer unserer Zeit, höchstwahrscheinlich. Kommt aus Koblenz, da wo ich mein Zivi gemacht habe, und ja und dementsprechend lese ich sehr gerne immer Biografien, nicht nur von Tech Gründern, sondern auch von anderen Menschen. Biografien inspirieren mich immer sehr. Weil ich glaube, dass man aus der Geschichte zwar keine vordefinierten Lektionen für die Zukunft hat, aber zumindest, sage ich mal, Handlungsstränge und Wahrscheinlichkeiten ableiten kann, was unsere eigene Zukunft angeht. Dann auch das ganze Thema persönliche Produktivität und Zeitmanagement, so wie du ja glaube ich auch ganz gut drin steckst, da hab ich mir natürlich auch ein paar Inspirationen geholt und all solche Sachen. Aber im großen Ganzen würde ich sagen, Biografien ist schon das, was mich am ehesten inspiriert.
32:52
Alex: Ja, das war unser Podcast mit Michael Asshauer. Und wenn ihr jetzt Unterstützung braucht bei der Suche nach neuen Teammitgliedern, dann meldet euch gerne bei ihm. Passend dazu, perfekt ergänzend, ist natürlich ein Ohrbeit Jobcast ideal. Ihr könnt einfach mal reingucken und ohrbeit.de und unter Jobcasts findet ihr dann die Unternehmen, die bereits mitgemacht haben. So könnt ihr euch anhören, wie z.B. die R+V Versicherung, die Bechtle AG, die Landeshauptstadt Stuttgart, aber auch Startups wie Hollidu oder IDnow nach neuen Leuten suchen. Der nächste Jobcast wird bald erscheinen und zwar ist er zusammen mit der Chefkoch GmbH, da werde ich auch als Moderator mit dabei sein, das ist auch eine Neuerung, denn wir werden vermehrt selber mit dabei sein. Wir haben nämlich aus der Community gespiegelt bekommen, dass es vielleicht noch ein Stück authentischer und glaubwürdiger ist, wenn wir dabei sind, wenn wir auch mal eine Rückfrage stellen, wenn die Jobcasts nicht nur von den Unternehmen selbst aufgenommen werden, deshalb werden wir das vermehrt jetzt auch tun. Wenn du im HR arbeitest oder in der Fachabteilung Leute suchst oder selber Unternehmer bist, dann kannst du natürlich sehr gern direkten Termin mit mir ausmachen - das kannst du auch auf der Ohrbeit Seite. Die direkte Adresse dafür ist ohrbeit.de/telefon - da kannst du dir einfach in meinem Planer einen Termin aussuchen, der auch dir passt. In diesem Sinne: mehr bleibt mir jetzt erst mal nicht zu sagen. Ich wünsche euch eine gute Zeit, viel Gesundheit und wir hören uns sicher bald wieder. Ein herzliches Wiederschauen.
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Unser bester Kaffeessatz für dich! Wir wollen unsere OHRBEIT Vision vertonen und geben dir Einblicke in die Themen Diversity, Datenschutz, New Work, Idealismus und vieles andere. Wir lassen Leute zu Wort kommen, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben, die sich für neue Arbeitsformen in Unternehmen einsetzen, die mit voller Leidenschaft für eine Gleichberechtigung aller kämpfen und die einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Arbeitswelt und Gesellschaft leisten.